Bourbon

Die Whiskeybranche in den USA ist seit einigen Jahren im Wandel begriffen. Dominierten noch vor einigen Jahren nur ein Dutzend großer Brennereien den kompletten US-Markt, so schleichen sich mittlerweile immer mehr auch kleinere Craft-Distilleries in die Whiskey-Branche ein.

Im Weisshaus Shop finden Sie eine feine Auswahl amerikanischer Destillerien: beispielsweise Four Roses, Woodford Reserve, Willet oder Koval - um nur einige zu nennen.

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92
Jack Daniel's Old No. 7 Brand Whiskey 40% vol. 0,70l ab 19,29 € 1 l = 27,56 € 2
87
Bulleit Bourbon Whiskey 45% vol. 0,70l 19,90 € 1 l = 28,43 € 2
91
Maker's Mark Bourbon Whisky 45% vol. 0,70l 16,90 € 1 l = 28,43 € 2
94
Blanton's The Original Whiskey 46,5% vol. 0,70l 56,90 € 1 l = 81,29 € 2
96
Bulleit Rye Whiskey 45% vol. 0,70l 24,90 € 1 l = 35,57 € 2
Woodford Reserve Distillers Select Bourbon Whiskey 43,2% vol. 0,70l 27,90 € 1 l = 39,86 € 2
97,5
Pikesville Straight Rye Whiskey 55% vol. 0,70l 59,90 € 1 l = 85,57 € 2
95,5
Wild Turkey Rare Breed Barrel Proof Bourbon Whiskey 58,4% vol. 0,70l 29,90 € 1 l = 42,71 € 2
Jack Daniel's Single Barrel Whiskey 45% vol. 0,70l 32,90 € 1 l = 47,00 € 2
90,5
Jack Daniel's Gentleman Jack Bourbon Whiskey 40% vol. 0,70l 24,90 € 1 l = 35,57 € 2
Buffalo Trace Kentucky Straight Bourbon 40% vol. 0,70l 19,90 € 1 l = 28,43 € 2
Jack Daniel's Single Barrel Strength Whiskey 64,5% vol. 0,70l 79,90 € 1 l = 114,14 € 2
Jim Beam Double Oak Bourbon Whiskey 43% vol. 0,70l 22,90 € 1 l = 32,71 € 2
90
Bulleit Bourbon 10 YO Whiskey 45,6% vol. 0,70l 29,90 € 1 l = 42,71 € 2
Jack Daniel's Single Barrel Rye Whiskey 45% vol. 0,70l 38,90 € 1 l = 55,57 € 2
Knob Creek Bourbon Whiskey 50% vol. 0,70l 31,90 € 1 l = 45,57 € 2
89,5
Elijah Craig Kentucky Small Batch Bourbon Whiskey 47% vol. 0,70l 28,90 € 1 l = 41,29 € 2
91,5
Wild Turkey 81 Proof Bourbon Whiskey 40,5% vol. 0,70l 15,90 € 1 l = 22,71 € 2
Woodford Reserve Rye Whiskey 45,2% vol. 0,70l 37,90 € 1 l = 54,14 € 2
1776 Rye Whiskey 46% vol. 0,70l 31,90 € 1 l = 45,57 € 2
95
Maker's Mark 46 Bourbon Whisky 47% vol. 0,70l 44,90 € 1 l = 64,14 € 2
92,5
Knob Creek Rye Whiskey 50% vol. 0,70l 35,90 € 1 l = 51,29 € 2
87
Basil Hayden's Kentucky Straight Bourbon Whiskey 40% vol. 0,70l 39,90 € 1 l = 57,00 € 2
Michter's American Whiskey US*1 Small Batch 41,7% vol. 0,70l 47,90 € 1 l = 68,43 € 2
87
Bulleit Bourbon Whiskey Lewis Bag 45% vol. 0,70l 23,90 € 1 l = 34,14 € 2
93
Wild Turkey 101 Proof Bourbon Whiskey 50,5% vol. 0,70l 19,90 € 1 l = 28,43 € 2
92
Michter's Sour Mash Whiskey US*1 Small Batch 43% vol. 0,70l 44,90 € 1 l = 64,14 € 2
95
Woodford Reserve Double Oaked Bourbon Whiskey 43,2% vol. 0,70l 41,90 € 1 l = 59,86 € 2
Jim Beam Single Barrel Bourbon Whiskey 47,5% vol. 0,70l 33,90 € 1 l = 48,43 € 2
Woodford Reserve Cherry Wood Smoked Whiskey 45,2% vol. 0,70l 129,90 € 1 l = 185,57 € 2
Templeton 6 YO Rye Whiskey 45,75% vol. 0,70l 31,90 € 1 l = 45,57 € 2
Jack Daniel's Sinatra Select Whiskey 45% vol. 1,0l 129,90 € 1 l = 129,90 € 2
90,5
Yellowstone Select Kentucky Straight Bourbon Whiskey 46,5% vol. 0,70l 59,90 € 1 l = 85,57 € 2
NEU
Winchester Rye Whiskey 45% vol. 0,70l 26,90 € 1 l = 38,43 € 2
NEU
Jack Daniel's Single Barrel 100 Proof Whiskey 50% vol. 0,70l 39,90 € 1 l = 57,00 € 2
Four Roses Single Barrel Bourbon Whiskey 50% vol. 0,70l 34,90 € 1 l = 49,86 € 2

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Die US-Whiskeys - Definition

Whiskey ist der Überbegriff für alle in den Vereinigten Staaten gebrannten Spirituosen, die aus einer fermentierten Getreidemaische destilliert werden. Darunter fallen natürlich die Bourbon Whiskeys, die Rye Whiskeys, die Rye Malt Whiskeys, Malt Whiskey, Wheat Whiskey und Corn Whiskey. All diese Unterarten beinhalten in der Maische mindestens 51% ihres namensgebenden Getreides.

Zu den Whiskeys gehören auch Blended Whiskeys, Blends aus Straight Whiskeys, Grain Whiskey (mit nicht näher spezifiziertem Korn), und Spirit Whiskey (auch hier ist das hauptsächliche Getreide nicht definiert). Blends dürfen künstliche Aromen und Farbstoffe enthalten. Die gesetzlichen Definitionen variieren hier übrigens - je nachdem, ob es sich um Whiskey für den heimischen Konsum, oder den Export handelt.

 

American Blended

ist eine Vermengung mehrerer Sorten von Getreidebrand, der auch bis zu 80% Neutralalkohol enthalten darf. De facto also einfachste, billige Supermarkt-Massenware. Auf die gehen wir hier nicht näher ein. Mittlerweile hat der Vodka diese Billig-Variante teils abgelöst. Kaum verwunderlich: Vodka wird hochwertiger hergestellt und bietet in etwa den gleichen Geschmack wie ein American Blended Whiskey. Mit dem Unterschied, dass man Vodka am nächsten Morgen weit weniger in der Magengrube oder im Kopf spürt. Unter diese Kategorie fällt auch der Spirit Whiskey, der sogar bis zu 95% Fremdalkohol enthalten darf.

 

Straights

markieren die sogenannte „Königsklasse“ unter den US-Whiskeys. Straight darf sich ein Whiskey nur nach einer 2-jährigen Reifezeit in neuen und ausgekohlten Eichenfässern nennen.

 

Die Straights werden wie folgt unterteilt:

Ein Wheat

wird aus Weizen gebrannt und gehört zu den jüngeren Vertretern US-amerikanischer Trink-Kultur.

Ein Rye

enthält mindestens 51% Roggenanteil. Sie gilt als die älteste Whiskey-Sorte der USA und war vor der Prohibition der Liebling der Amerikaner.

Ein Corn

enthält mindestens 79% Mais und muss nicht in Fässer eingelegt werden.

Ein Bourbon

enthält mindestens 51% und maximal 80% Mais (zwischen 65 und 75 Prozent Mais-Anteil an der Maische sind üblich). Normalerweise wird die Maische mit Roggen, Gerste, oder (seltener) mit Weizen aufgefüllt. Der Alkoholgehalt darf beim Brennen zu keiner Zeit 80 Volumen Prozent übersteigen. Und - noch ein wichtiger Punkt - bei dem Einlegen in die Fässer darf das Destillat maximal62,5% vol. haben.

Die Fassreife muss mindestens 2 Jahre in neuen, ausgekohlten Eichenfässern erfolgen.

An sich kann ein Bourbon überall in den USA produziert werden. De facto haben aber fast alle großen Bourbon-Hersteller ihren Sitz in Kentucky oder in Tennessee.

Ein Tennessee Whiskey

Ist nichts anderes als eine in Tennessee hergestellte Unterart des Bourbons. Er erfährt vor seiner Fasslagerung allerdings zwingend noch eine Filtrierung durch Holzkohle. Der bis dato berühmteste Vertreter des Tennessee Whiskeys ist der Jack Daniel´s.

Ein Kentucky Straight Bourbon

Muss im gleichnamigen Bundesstaat hergestellt werden und von seiner 2-jährigen Reifezeit mindestens eines in Kentucky verbringen.

 

Die Mash Bill

Bezeichnet das Mengenverhältnis der verschiedenen Getreidesorten. Wobei die Mash Bill von Brennerei zu Brennerei und auch von Marke zu Marke variiert.

 

Grundsätzliches:            - je höher der Maisanteil umso süßer wird der Bourbon

- Roggen bringt zusätzliche Süße

- Weizen mildert die Kraft des Bourbons

- Gerste (als Malz) legt den Grundstock für die Gärung

 

Die Sour Mash Methode

Als Sour Mash Methode wird eine besondere Art des Maischeverfahrens bezeichnet. Dabei wird die Maische gekocht und mit Hefepilzen und Rückständen der vorher stattgefundenen Destillationsprozesse versetzt. Diese Methode fördert die optimale Arbeit der Hefe. Heutzutage werden ausnahmslos alle Bourbons auf diese Weise eingemaischt.

Die Whiskey Brennereien

Name

Region

Grd.

Besonderheiten

Ashevillie Distilling Comp.

North Carolina

Asheville

2010

Die junge Craft-Distillery wurde von einer Mrs. Troy und ihren Söhnen gegründet (unter diesem Namen – „Troy  & Sons“ kreiert man/ bzw. Frau auch eine eigene Whiskey-Edition).

A. Smith Bowman

Virginia

Fairfax County

1934

Pünktlich einem Tag nach dem Ende der Prohibition gründete die Familie Bowman die gleichnamige Destillerie auf ihrer Sunset Hills Farm. Vor allem der „Virginia Gentleman“ ist ein bekanntes Kind des Hauses.

2003 schluckt Buffalo Trace den Familienbetrieb. Seitdem stammt der erste Brand des Gentlemans ausschließlich aus der Buffalo Trace Destillerie in Kentucky. Der Zweitbrand wird allerdings genauso wie die Fasslagerung dann bei Bowman vor Ort  (mittlerweile in Fredericksburg) vorgenommen. Heute gehören sowohl Bowmann als auch Buffalo Trace der Sazerac Company.

Backwards Distilling Co.

Wyoming

Mills

2013

Familiengeführte, kleine Craft-Destillery, die den gesamten Produktionsprozess innerhalb der Brennerei selbst erledigt. Bisher besteht das Portfolio aus 2 Vodkas, 2 Gins, Rum und einer kleinen Serie von Moonshines. Für 2018 ist erstmals die Veröffentlichung eines Whiskeys geplant.

Balcones

Texas

Waco

2009

Waco (traurige Berühmtheit der Neunziger mit einem Sektenmassaker) kann seit 2009 auch in Whisky (Obacht: auch hier kein –e-). Mit den in Portugal hergestellten Pot Stills kreieren Chip Tate und Jared Himstedt Whiskys der Sonderklasse. Und zwar in einem solchen Umfang, dass man 2011 kurzerhand beschloss sich (um das 25-fache) zu vergrößern. Man zog dafür 2014 in die Downtown von Waco in ein riesiges Lagerhaus, und erweiterte die Produktionsanlagen gleich mal auf 12 neue Pot Stills – diesmal aus Schottland. Die Produktion startete hier 2016.

Barton 1792

Kentucky Bardstown

1889

Barton 1792, alias Tom Moore Distillery, alias Barton gehört letztendlich der Sazerac Company und dient vor allem dazu Whiskeys (Kentucky Tavern, Golden Grain,  usw.) und Bourbons (Imperial, Kentucky Dale, etc.) in Massen zu produzieren. Hier wird quasi alles gebrannt, was man destillieren kann. Blended American, Corn, ein Canadian Whisky (Canadian Mist) uvm. Als Premium Eigenmarke führt man im Spirituosensammelsurium (man produziert auch Gin, Rum, Schnaps, Tequila und Vodka) immerhin den weiter verbreiteten Ridgemont Reserve 1792.

Bernheim Distillery

Kentucky Louisville

1992

Seit 1999 gehört die wiedererrichtete Destillerie (Ihre Wurzeln reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück) zu Heaven Hill. Ihr Renner ist ein Weizen-Whiskey, mit dem Bernheim in der Tat als erste Amerikanische Brennerei auf dem Markt war.

Dieser 7-jährige Small Batch Wheat Whiskey (der Bernheim Original) gewann schon so manch prestigeträchtigen Preis: World Whisky Awards 2013: Best Wheat, WSC in San Francisco: Doppelgold 2012, etc.

Bowen´s Spirits

Kalifornien

Bakersfield

 

2012

Kompliziert mag man es offenbar nicht in Bakersfield, Kalifornien, bei Bowen´s. Die Range umfasst genau ein Produkt, das in der Craft Distillery mit einem Rezept aus altvorderen Zeiten gemacht wird: den „Bowen´s“. Die Mikro-Brennerei brennt den Whiskey zu 100% aus Getreide, lagert ihn in Eichenfässern mit unterschiedlichen Toasting-Ausprägungen und füllt ohne Farbstoffe ab.

Buffalo Trace

Kentucky

Frankfort

1857

Buffalo Trace charakterisiert man am besten mit dem Begriff „Überraschungspaket“. Einerseits produziert man hier in Kentuckys Hauptstadt Frankfort Supermarkt-Massenware wie McAfee´s und Ancient Age. Hängt dann allerdings mit dem Blanton´s (dem ersten aller Single Bourbons) die Messlatte dermaßen hoch, dass manch ein Mitbewerber noch immer Genickschmerzen vom Hochschauen hat. Die mittlerweile „meist ausgezeichnete Destillerie der Welt“ verweist dabei auf eine Bandbreite an Bourbons und Whiskeys die ihresgleichen sucht, wie George T. Stagg, White Seal, Ealge, Rare, Kentucky Dale, Old Charter, Rock Hill Farms, etc.

Catoctin Creek

Virginia

Purcellville

2009

Die kleine Craft-Distillery von Becky und Scott Harris brennt ihren Roundstone Rye in einer Obstbrennblase und füllt den 2 Jahre alten Roggen Whiskey als Single Barrel ab.

Colkegan

New Mexico

Santa Fé

2010

Die 2010 von Colin Keegan gegründete Destillery brennt einen dezent-rauchigen, 2 Jahre alten Whisky in einer Obstbrennblase. Der Rauch stammt allerdings nicht aus dem Malz, sondern von der Räucherung über Mesquite Holz.

Corsair

Tennessee

Nashville

2010

Eine Craft Distillery, gegründet von Darek Bell und Andrew Webber. Man stellt sowohl small Batch Whiskeys als auch Craft Beer her und erweiterte die Produktionsanlagen im Januar 2016 an einem neuen Standort in Nashville, um die Marathon Village Brewstillery. Die Corsair Distillery verwendet unter anderem Getreidesorten wie Buchweizen und Quinoa, um besonders würzige Varietäten zu bekommen.

Early Times

Kentucky Louisville

1935

Gleich nach der Prohibition, nach dem Ende der US-amerikanischen „Trockenperiode“ Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts nahm man die Early Times in Betrieb. Obwohl sie ihre Destillery-„Schwestern“ in Louisville größentechnisch in den Schatten stellt, gibt es nur 2 Serien von Early Times. Den gleichnamigen Whiskey (gereift in gebrauchten Fässern) und den Bourbon Old Forester. Die Early Times Distillery gehört zum Brown Forman Konzern.

FEW Spirits

Illinois

Evanston

2011

Schon seit Beginn ist die von Paul Hletko gegründete Craft Distillery ein Erfolg. Ihre Editionen sind zu haben als Rye und als „Four Kings“ Bourbon. Ihre Mashbill für den Bourbon: 70% Mais, 20% Roggen und 10% Gerstenmalz. Für den Rye: 70% Roggen, 20% Mais und 10% Gerstenmalz. Laut eigener Aussage obliegen sämtliche Produktionsschritte den Brennereimitarbeitern. „Also vom Getreide in die Flasche“ liegt alles in FEW-Spirits-Händen.

Four Roses

Kentucky

Lawrenceburg

1912

Eröffnet wurden die Vier Rosen einst unter dem Namen Old Prentice Distillery. Sie arbeitet seit jeher etwas anders als die anderen. Für das Maischen setzt man nicht auf einen sondern auf fünf unterschiedliche Hefestämme und 2 Mash-Bills, die man - je nach Abfüllung - munter miteinander kombiniert (außer natürlich bei einer Single Barrel Abfüllung). Eine weitere Außergewöhnlichkeit stellen die lediglich einstöckig errichteten Lagerhäuser dar. Damit möchte man unterschiedliche Whiskey-Reifungen bei unterschiedlichen Temperaturen von vornherein vermeiden. Four Roses gehört Diageo und zeichnet u.a. auch für Bulleit verantwortlich.

George Dickel

Tennessee

Tullahoma

1877

Hersteller von – im wahrsten Sinne des Wortes – handcrafted Whisky. Und auch ein Vertreter der „ohne -e- Fraktion". Am treffendsten lassen sich ihre Tennessee-Whiskys mit ihrem firmeneigenen Slogan umschreiben: „as mellow as moonlight“. So sanft wie das Mondlicht. Die Markenrechte wurden 1888 vom gleichnamigen, eingewanderten deutschen Spirituosen-Großhändler erworben und bis zur Schließung in seiner eignen Brennerei (damals noch unter dem Namen Cascade) gebrannt. 1958 errichtete der damalige neue Eigentümer Schenley auf dem gleichen Gelände eine detailgenaue Replik der alten Brennerei.

Die Destillerie gehört seit 1987 zum Diageo-Konzern und produziert seit 2003 wieder fleißig ihre Whiskys.

Heaven Hill

Kentucky

Bardstown

1935

Der Himmelshügel ist bis dato – trotz der Unternehmensgröße – immer noch in den Händen der Gründerfamilie Shapira. Heaven Hill beliefert seit jeher die Abfüller und die Blending-Industrie mit ihren Whiskeys (auch heute noch ein wichtiges Standbein der Firma). So stammen z.B. fast alle Editionen der Kentucky Bourbon Distillers von hier. Mittlerweile „traut“ man sich auch – und das äußerst erfolgreich – hauseigene Abfüllungen zu. Wie zum Beispiel den Elijah Craig und den Evan Williams. Mittlerweile wird in Louisville gemaischt und gemahlen, die Fasslager und Abfüllanlagen stehen aber weiterhin in Bardstown.

Interessantes am Rande: Seit jeher, seit ihrer Gründung, stellt immer ein Familienmitglied der Familie Beam den Brennmeister.

Jim Beam

Kentucky

Bardstown und Clermont

1795

Für den Bourbon-Branchen-Primus arbeiten unter seinem Namen gleich zwei Destillerien: eine in Boston, eine in Clermont. Unter anderem werden sowohl die als Jim Beam bekannten Bourbons als auch eine Reihe anderer Marken produziert (Kirkland, Knob Creek, Old Crow, Booker´s, Baker´s etc.). Ihre Mash-Bill - die Rezeptur ihrer jeweiligen Getreidezusammensetzung - hält Jim Beam geheim. Pro Jahr benötigt man bei Beam ein halbe Millionen Fässer um den erzeugten Nachschub einzulagern! Der gewaltige Global-Player gehört zu Beam Suntory.

Jack Daniel´s

Tennessee

Lynchburg

1866

Der zweitmeist konsumierte und verkaufte Whisk(e)y der Welt (nur der Schotte Johnnie Walker ist noch erfolgreicher). So gesehen ist Jack Daniel's also der meist verkaufte Whiskey mit -e- der Welt. Im Gegensatz zu Jim Beam wird die Mash-Bill bei Jack Daniel´s nicht geheim gehalten. Ihren hauseigenen Maische-Hefestamm pflegt man übrigens schon seit dem Jahr 1938. Lustigerweise liegt der Whiskey-Titan in einer sog. „trockenen“ Stadt, ein Relikt aus der Zeit der Prohibition. In Lynchburg ist der Verkauf und der Ausschank von Alkohol noch immer verboten. Jack Daniel's bekam hier allerdings eine Ausnahmegenehmigung.

Journeyman

Michigan

Three Oaks

2010

Die kleine Craft Destillery verwendet (wie viele ihrer Schwestern) sympathischerweise verschiedene Getreidesorten von Farmern aus ihrer unmittelbaren Umgebung. Mr. Bill Welter verwendet für die Destillation übrigens eine deutsche Obstbrennblase. Bestseller von Journeyman ist ihr Ravenswood Rye aus 50% Roggen und 50% Weizen.

Koval Distillery

Illinois

Chicago

2008

Seit über einhundert Jahren markiert Koval wieder die erste Destillerie in einer Stadt die einst – während der Prohibition – durch ausufernde Schmuggelaktivitäten und begleitende Kriminalität traurige Berühmtheit erlangte (ich sag nur: Al Capone). Koval verfügt über eine Pot- und zwei Column-Stills und editiert ihre Whiskeys als Single Barrel Abfüllungen. Das heißt, jede herausgegebene Tranche stammt (ungeblendet) aus einem Fass.

Limestone Branch

Kentucky

Lebanon

2012

Die Destillerie wurde von den Brüdern Paul und Steve Beam gegründet. Ob die Herrschaften Nachkommen des legendären Jacob Böhm, alias Jim Beam sind, entzieht sich unserer Kenntnis. Als Whiskey / bzw. Bourbon bietet man den Yellowstone Straight Bourbon an, Gewinner der Goldmedaille bei der WSC 2018 in San Francisco.

Lux Row

Kentucky

Bardstown

2015

40 Jahre lang beschränkten sich Luxco auf Abfüllungen und den Handel mit Whiskymarken (unter anderem den 2017 editierten Preisträger Ezra Brooks Straight Rye). Bis man sich 2015 dazu entschloss, einen weiteren konsequenten Schritt zu unternehmen und in Kentucky eine eigene Brennerei zu errichten. Geplant ist eine Jahresmenge von über 11 Mio. Liter Alkohol in einer Column-Still zu erzeugen. Die Bauarbeiten dafür begannen im Jahr 2016.

Maker´s Mark

Kentucky

Loretto

1959

Hervorgegangen aus der Star Hill Farm und 2005 von Beam umbenannt. Maker´s gilt als einer der Vorreiter der Small-Batch Kategorie, mit der man einen Teil seiner Whiskys (vorsicht, hier ohne „e“) von der Massenproduktion abhebt. Auch die Anzahl an Editionen ist recht übersichtlich. Hinsichtlich ihrer Mash-Bill unterstreicht Maker´s Mark ebenfalls seine besondere Stellung. Anstelle von Roggen verwendet man hier Weizen. Dieser trägt wesentlich mehr Seide in den Whisky, ist aber weniger würzig als Roggen. Ihre kontinuierliche Brennblase gehört zu den kleinsten in den USA. Seit 2015 verfügt man über 3 kleine Stills. Der verwendete Hefestamm stammt übrigens noch aus Prä-Prohibitionszeiten (1920-1933).

Nebenbei: Auch heute gibt es noch die sogenannten „Dry Counties“ Regionen, in denen der Verkauf und der Ausschank von Alkohol verboten ist.

Maker´s Mark gehört mittlerweile zu Beam Suntory.

MGP Distillery

Indiana

Lawrenceburg

1847

Damals unter dem Namen Rossville Distillery gegründet, gehörte sie zwischenzeitlich Seagram und jetzt dem Lebensmittelproduzenten MGP Ingredients. Heutzutage ist die Brennerei industrieller Hersteller für Whiskey, Agraralkohol, Gin und Rum. Sie führt keine eigene Marke sondern liefert an die Blending-Industrie und Micro-Destillen, die den Whiskey ggf. weiterverarbeiten, abfüllen und unter eigenem Namen verkaufen.

Michter´s

Kentucky

Schaefferstown

2010

Die kürzlich erst fertig gestellte Destillerie liegt in dem historischen Fort Nelson Gebäude aus dem Jahr 1890. 2014 ergänzte man die bereits arbeitenden beiden Pot Stills um eine Column Still. Von Michter´s (als Marke!) sind bis dato mehrere Editionen auf dem Markt, allerdings darf durchaus bezweifelt werden, dass die Serien aus dieser Destillerie stammen.

Mississippi River Distilling

Iowa

Le Claire

2010

Die bis dato als Familienunternehmen betriebene Brennerei wurde von zwei Brüdern gegründet. Zum Portfolio gehören neben Vodka und Gin, der Cody Road-Bourbon und der Cody Road-Rye.

Als Brennblase dient eine Pot Still made in Germany, aus Eislingen.

Mountain Laurel Spirits

Pennsylvania

2015

Diese junge Destillery steht hinter Dad´s Hat Rye Whiskey. Die Unternehmensgründer beziehen dabei ihre Rohstoffe (das Getreide) von regionalen Farmern, die im Gegenzug die Maische-Abfälle als Viehfutter zurückbekommen. Ihre Grain Bill sieht wie folgt aus: 80% Roggen, 15% Gerste und 5% Roggenmalz. Destilliert wird vor Ort zweifach in ihren Pot Stills. Danach wird das Destillat für mindestens 6 Monate in kleine Eichenfässer eingelegt.

Mount Vernon

Virginia

Mount Vernon

1797

Die wenigsten wissen, dass Mr. George Washington neben seiner politischen Glanzkarriere auch als Whiskey Brenner äußerst erfolgreich war. Zusammen mit dem erfahrenen Schotten James Anderson stampfte er seine Mount Vernon Distillery aus dem Boden und gehörte bereits Anfang des achtzehnten Jahrhunderts zu den größten der insgesamt 3.600 (!) allein in Virginia produzierenden Destillerien. Nur 10 Jahre nach Washingtons Tod verfiel allerdings auch seine Brennerei. Sämtliche Gebäude des Farm-Anwesens wurden seit 1932 (unter anderem mit Hilfe von Archäologen) von verschiedenen Organisationen Stück für Stück rekonstruiert. Die Destillerie wurde zwischen 1999 und 2006 restauriert bzw. neu aufgebaut. Seit 2007 brennt man hier 2 Mal im Jahr nach einem Originalrezept von G. Washington einen Small-Batch Rye mit Namen „George Washington“. Interessanterweise ist Mount Vernon nicht gleich Mount Vernon... seit den Dreißigern verwendet nämlich eine ganze Reihe von Herstellern diesen Namen für ihre Ryes, Bourbons und Blends.

Old Crow

Kentucky

Frankfort

1872

Der Name Crow ist im Bourbonland kein unbekannter. Er ist zwar nicht direkt der Erfinder der Sour Mash Methode, entwickelte sie jedoch maßgeblich weiter und führte einige unabdingbare Maische-Standards ein, wie z.B. die Temperaturüberwachung und das Saccharometer (damit misst man die Zuckerkonzentration innerhalb der Maische). Die „alte Krähe“ erlebte ihre Hochzeiten im neunzehnten Jahrhundert. Landete allerdings in den fünfziger Jahren, mit gestutzten Flügeln, sehr unsanft auf dem Boden ihrer Popularität, bis sie 1987 geschlossen wurde. Heute gehört die wiedereröffnete Brennerei dem Konzern Diageo.

Old Pogue

Kentucky

Maysville

2012

Bereits 1876 gab es eine gleichnamige Destillerie in Maysville, geführt von Familie Pogue. Zwar überlebte man die Prohibition mit der Herstellung medizinischen Alkohols. Dennoch musste man 1935 die Geschäfte aufgeben. Das Label Pogue lebte dann aber 2004 wieder auf und zwar durch die Kentucky Bourbon Distillers, die den Pogue nun wieder abfüllen. So richtig ernst wurde es 2012 als sich die fünfte Generation der Familie entschloss, erneut eine Brennerei am gleichen Ort zu errichten. Seitdem produziert man hier die Marken Old Maysville und natürlich wieder den Old Pogue´s Bourbon.

Rogue Spirits

Oregon

Portland

1988

Ursprünglich in Ashland (Oregon) gegründet, zog man bereits 1989 nach Portland um und verdingte sich vor allem als Craft Beer Brauerei. Ihre Malzdestillate, die man in der kleinen Brennanlage produziert wandern etwa 1-3 Monate in Eichenfässer, um dann als Whiskey mit Bügelflasche auf den Markt zu kommen.

Roughstock

Montana

Bozeman

2008

Whiskey is back in Montana. Nach 100 Jahren der Trockenheit eröffneten die Eheleute Schultz ihre  Craft Distillery. Wie der Name verrät sind die Whiskeys von Roughstock nichts für schmetterlingszarte Gemüter. Man brennt mit einer kleinen Pot Still und kann mittlerweile auf folgendes Portfolio stolz sein: Der Montana Pure Malt (zu 100% aus Gerstenmalz destilliert, gegenwärtig abgefüllt aus 2-5 jährigen Whiskey-Komponenten) und den Montana Straight Bourbon (eine Vermählung von 4 unterschiedlichen Whiskeys mit unterschiedlichen Mash Bills).

Smooth Ambler

West-Virgina

Maxweltown

2009

Eine Craft Distillery, die Rohstoffe von regionalen Farmern verwendet. Bisher blendet man – noch – andere Whiskys und editiert sie unter der Marke Old Scout Straight Bourbon, Contradiction und Old Scout Straight Rye. Die einzigen Spirituosen die gegenwärtig hier selbst produziert werden sind ein Gin und Vodka.

Tuthilltown

New York Hudson Valley

2005

Der Bundesstaat NY ist seit 2005 um eine Farm Distillery reicher - die erste Brennerei seit der Prohibition. Sowohl ein aus lokalen Äpfeln destillierter Vodka und Gin, als auch die prämierte Whiskymarke Hudson stammen von der Tuthilltown Distillery. Dabei bedient man sich des Getreides der umliegenden Farmer.

Westland

Washington

Seattle

2011

Die von der Familie Lamb gegründete Westland Distillery aus dem Bundesstaat Washington hat bisher tendenziell eher junge Whiskeys auf dem Markt (kaum älter als 2 Jahre). Man bietet Whiskeys aus verschiedenen Malzsorten (unter anderem auch getorft) an. Und sogar einen Sherry Wood Finish Whiskey. Allerdings sollte man den US-Whiskey nicht mit einem Scotch vergleichen. Er hat seinen eigenen Charakter.

Wild Turkey

Kentucky

Lawrenceburg

1869

Die – neben Four Roses- zweite Destillerie in Lawrenceburg wurde einst von den irischen Ripy-Brüdern gegründet, die nach der großen Whiskey Baisse der Prohibition einen Pakt mit dem Gemischtwarenhändler, der Austin Nicholls Distilling Company, schlossen und ihn – da er ihren Bourbon ohnehin distribuierte – mit ins Boot, mit ins Business holten. Seinen Namen Wild Turkey, bekam er bei einem Ausschank während einer Truthahn Jagd, als die illustre Jagdgesellschaft mehr von dem wilden „Zeug“ dem 101 Proof verlangte.

Willett

Kentucky Bardstown

1936

Willett wurde von einem Herrn Thompson (Mr. Willetts Enkel) nach der Prohibition eröffnet und produzierte bis zum Anfang der Achtziger. Dann musste man die Brennerei schließen, ließ sich aber von der Heaven Hill Distillery mit Whiskey versorgen, den man in den immer noch vorhandenen Lagerhäusern reifte und unter eigenem Namen editierte. Den eigenen Destillations-Betrieb nahm man dann 2012 mit einer Pot-Still und einer Column-Still wieder auf.

Woodford Reserve

Kentucky

Versailles

1812

Vor über 206 Jahren errichtete die Familie Pepper die Old Oscar Pepper Distillery in Versailles (USA). Hier arbeitete auch ein gewisser Dr. James C. Crow, der maßgeblich an der Entwicklung des modernen Bourbons, wie wir ihn heute kennen beteiligt war, indem er die Sour Mash-Methode entwickelte. 1941 ging sie – nach einer langen Ruhezeit- zum Brown Froman Konzern und trägt seit 2004 trägt den Namen ihres Heimat-Counties.

Ihr Equipment besteht seit 1941 aus 2 aus Schottland importierten Pot Stills, mit denen man dreifach destillierte, kraftvolle Whiskeys kreiert.

Woodstone Creek

Ohio

Cincinnati

2003

Quasi als „Nebenerwerb“ gründete ein Winzer-Ehepaar aus Ohio eine kleine Brennerei auf ihrem Weingut. Hier produziert man diverse Einzelfassabfüllungen (getorfte und ungetorfte Malts!), Whiskeys und einen Bourbon.

Wyoming Whiskey

Wyoming

Kirby

Nicht bek.

Die Wyoming Distillery produziert in Wyoming einen Craft Whiskey mit dem Namen Wyoming (das übertrifft sogar noch die schottische Fantasielosigkeit in Sachen Brand-Namensgebung!). Aber, sei´s drum, die Gründer Brad und Kate Mead werden sich schon was dabei gedacht haben. Wichtig ist schließlich das, was in der Flasche drin ist. Und der Wild West Whiskey kann sich wirklich sehen lassen. Die immer noch familiengeführte Brennerei verwendet ausschließlich Getreide regionaler Farmer für ihre Bourbons und Whiskeys. Mittlerweile nennt man schon 5 hochgelobte, unterschiedliche Editionen sein eigen.

 

Selbstverständlich ist diese Übersicht nicht komplett. Kann sie gar nicht sein, da vor allem in den letzten Jahren vor allem die Craft-Distillerien, sagen wir mal, wie Pilze aus dem Boden schießen.

Auch finden sich in der Tabelle nur Brennereien wieder - nicht die Brands. Bulleit zum Beispiel ist keine Brennerei, sondern eine Marke, die von der Four Roses Distillery in Lawrenceburg, Kentucky hergestellt wird.

 

 

Randnotizen:

Aktuelle Diskussion zur Verwendung von neuen Eichenfässern:

Sehr zum Leidwesen der Schottischen und Irischen Whiskyproduzenten ist gerade im Gespräch, dass die gesetzliche Vorgabe nur neue Fässer seien für die Lagerung von Bourbon zugelassen, eventuell umgeschmissen wird. Das hieße, Bourbon dürfte zukünftig eventuell auch in gebrauchten Fässern lagern. Wenn diese Vorgabe tatsächlich so umgesetzt wird, hätte das allerdings verheerende Auswirkungen auf den irischen und schottischen Whisky-Markt - denn in Irland und Schottland lagert seit jeher der Löwenanteil an Whisky in ex Bourbon Fässern, die verhältnismäßig günstig aus den USA herangeschafft werden können. Wenn die Amis nun aber ihre gebrauchten Fässer selber weiter verwenden, wird den Iren und Schotten wohl nichts anderes übrig bleiben als in teure, neue Fässer zu investieren. Ein finanzielles Desaster -  von den psychischen Folgeschäden vor allem bei den sparsamen Schotten, ganz zu Schweigen...

 

Warum Whiskey?

Das ist recht einfach erklärt. Die Kunst der fassgereiften Getreidebrand-Herstellung haben vor allem die Iren in den USA verbreitet. Und selbstverständlich übernahm man daher auch das „e“ im Whiskey um sich von seinen schottischen „Whisky-Erzfeinden deutlich abzuheben.

 

 
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